Beton lebt

4. Kunstwettbewerbs „Artist at Work"

ge_1004_beton_lebtDer Workshop im Rahmen des 4. Kunstwettbewerbs „Artist at Work" fand diesmal auf der Insel Mainau statt und zehn ausgewählte Nachwuchskünstler arbeiteten eine Woche lang an ihren Skulpturen aus Santuro Sandsteinbeton. Bei der anschließenden Preisverleihung vergab die Jury zwei 1. Plätze und honorierte damit die hohe künstlerische Qualität der Arbeiten.

Albrecht Braun, geschäftsführender Gesellschafter von braun – Ideen aus Stein und Initiator von „Artist at Work" stellte in seinen einleitenden Worten den Kunstwettbewerb als „process in progress" vor, der sich seit der erstmaligen Durchführung 1999 jedes Mal weiterentwickelt habe. „Die Verwendung von Hochleistungsbeton, weiteren Werkstoffen und Farbpigmenten, hat die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten deutlich erweitert. An der Intention des Wettbewerbs, die Gestaltungsfähigkeit von Beton dem Vorurteil des starren, kalten Materials entgegen zu setzen, hat sich dadurch nichts geändert – im Gegenteil."
Einer der beiden 1. Preise ging an den jungen Schweizer Kunststudenten Ramon Feller für sein Werk „Untitled (Fünf Worte zwei Klammern)". Er verband die Fragilität biegsamer Bambuspflanzen mit der Schwere von Beton, und führt auf poetische Weise die Starre von Beton durch die unsichtbare Kraft der Pflanze ad absurdum. „Die Betonelemente des Kunstwerks verändern sich mit dem Wachstum der Bambuspflanzen und zeigen, dass Kunst ein lebendiger Prozess ist" hieß es in der Begründung der Jury. Den zweiten 1. Preis erhielt die Stuttgarter Künstlerin Lilith Becker. Ihre Arbeit mit dem Titel 4/14/30/40/15 setzt sich kritisch mit dem Thema Essen und dem Umgang mit Lebensmitteln auseinander. Ihre in Form von Masken gestalteten kleinformatigen Skulpturen fanden ihren adäquaten Platz an der Mauer der historischen Großherzog Friedrich Terrasse.
Im März hatte die Jury unter den eingegangenen Bewerbungen zehn Teilnehmer für den einwöchigen Kunst-Workshop ausgewählt. Die Preisträger erhalten mit der Auszeichnung ein Preisgeld von insgesamt 3500 Euro. Die entstandenen Kunstwerke sind noch bis zur Versteigerung der Kunstwerke für einen wohltätigen Zweck am 16. Oktober im Parkgelände der Mainau zu sehen.


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