Weltneuheit

Erste Treppe aus weißem, ultrahochfestem Beton

fo_1103_weltneuheitMit einer Weltneuheit präsentierte sich die Dyckerhoff AG mit ihrer Produktmarke Dyckerhoff Weiss auf der BAU 2011 in München. Ein selbsttragendes Treppenexponat aus weißem, ultrahochfestem Beton und Glas bildete das Highlight auf dem Stand.
Sie spielen in der Champions League der Baustoffe: Ultrahochfeste Betone – kurz UHPC genannt. Ihre extrem hohe Gefügedichtigkeit macht sie fast so fest wie Stahl und verleiht ihnen außergewöhnliche Tragfähigkeit und hervorragende Dauerhaftigkeit. UHPC ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Betonbaustoffe und erschließt völlig neue Einsatzbereiche. Eine ganz besondere Anwendung war im Rahmen der BAU 2011 auf dem Messestand von Dyckerhoff Weiss zu sehen: Die erste Treppe aus weißem, ultrahochfestem Beton – monolithisch mit nur 29 mm starkem Querschnitt – und innovativ verklebten Glaswangen. Dahinter steckt allerdings mehr als nur ein Messeexponat. Entstanden ist die Idee im Rahmen der Umgestaltung des Eingangsbereichs des im Jahre 1962 vom Bauhaus-Architekten Prof. Ernst Neufert errichteten, direkt am Rhein gelegene Dyckerhoff-Hochhauses, in dem sich die Hauptverwaltung der Dyckerhoff AG befindet. In dem lichten, in Glas und Sichtbeton gestalteten Eingangsbereich soll eine Treppe integriert werden, auf der die Besucher zur neuen Empfangsempore gelangen. Ein Prototyp dieser Treppe war am Münchner Messestand von Dyckerhoff Weiss zu sehen. Entworfen wurde das außergewöhnliche Exponat von dem Architektur-Professor Luis Ocanto- Arciniegas – Ourstudio Architektur & Gestaltung, Dortmund. Er legte seiner Konstruktion ein modernes Betonkonzept zu Grunde: Die Verwendung eines Hochleis-tungsbetons auf Basis von NANODUR mit Dyckerhoff Weiss. In Fortsetzung der bewährten Dyckerhoff MIKRODUR-Technologie wurden unter dem Produktnamen NANODUR Bindemittelrezepturen entwickelt, die – abweichend vom bekannten UHPC – keinen Silicastaub enthalten. Diese innovative UHPC-Technologie machte es möglich, die Dicke der weißen Platten des Treppenlaufs sowie des Treppenpodests auf filigrane 29 mm – mit nur 1 Vol. % Microstahlfasern bewehrt – zu reduzieren. Die mechanischen Eigenschaften des Betons bewegen sich im Bereich 150 MPa Druck- und rund 20 MPa Biegezugfestigkeit. Das über zwei Meter hohe und über vier Meter lange Exponat demonstriert so eindrucksvoll die Leichtigkeit moderner Betonkonstruktionen. Verstärkt wird diese Filigranität der Betonfertigteile durch Treppenwangen bzw. Treppengeländer aus einem entspiegelten, 20 mm starkem Verbundsicherheitsglas, an dem das Betonbauteil mit Hilfe eines Epoxidharzklebstoffs angebracht worden ist.


Zurück