Barrierefrei über die Neue Donau

Start zur Concrete Student Trophy 2011

Die Concrete Student Trophy, Österreichs erster Bau- und Architekturwettbewerb, setzt zum sechsten Mal auf interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Bauingenieur- und Architekturstudenten. Fast schon traditionell wird der Fokus auf modernen Brückenbau im urbanen Bereich gelegt. Die Aufgabe der Studententeams ist eine schwimmende, barrierefreie Wegeverbindung über die Neue Donau, zwischen Wiener Brigittenauer Bucht und Donauinsel, zu planen.

Entwickelt werden soll eine attraktive, multifunktionale Brücke mit integrierter Gastronomie, die ein sehr dicht besiedeltes Stadtviertel mit einem der beliebtesten Naherholungsgebiete Wiens rund um die Donauinsel miteinander vereint. Der Wettbewerb befasst sich mit der anspruchsvollen Aufgabe, Wasser und Beton miteinander in Einklang zu bringen. Die große Herausforderung ist die Planung eines Bauwerkes, das sich – komplett in Beton errichtet – neben der kreativen Gestaltung den Kräften des Wassers stellt und die Sicherheit der Passanten sowie absolute Barrierefreiheit garantiert. Die neue Wegeverbindung soll in Form einer wartungsgeringen, schwim menden Betonkonstruktion gestaltet werden, die bei eintretendem Hochwasser ausdrehbar und gegen Einflüsse des Eises resistent sein muss. Die Möglichkeit, die beiden Uferseiten auf dem Fußwege erreichen zu können, soll einen zusätzlichen Mehrwert für die Besucher der Donauinsel bringen. In der Idee für eine neue Fußgängerbrücke steckt aber mehr als eine attraktive Verbindung und ein zusätzlicher Zugang zum Wasser. Das Konzept sieht diese auch als Erschließungsader von Gastronomie sowie Ruhe- und Liegebereiche vor. Insgesamt soll das System in seiner sekundären Funktion als großzügiger Badezugang zur Verfügung stehen, die in harmonischen Einklang mit dem Gegenverkehr, der auch Fahrräder und Kinderwägen inkludiert, gebracht werden soll. Auch das Anlegen von kleinen Booten und Surfbrettern soll ermöglicht werden.

Universell einsetzbarer Baustoff

Die Hauptrolle übernimmt der Werkstoff Beton, dessen Qualität und Zuverlässigkeit für diese Wettbewerbsaufgabe die Basis bildet. Beton ist robust, wartungsarm und langlebig und daher für Infrastrukturbauten hervorragend geeignet. Dazu lernen die Wettbewerbsteilnehmer den Umgang und ein optimales Einschätzen der Materie Beton. Die Studenten sind diesmal gefordert, verstärkt auf die Beziehung zwischen Beton und Wasser einzugehen und die ideale Basis dafür zu schaffen, da es sich um eine schwimmende Konstruktion handelt, die den direkten und vor allem ständigen Kontakt der beiden Elemente auf den Plan ruft. Die Auseinandersetzung mit Beton als universell einsetzbare Materie und seinen hervorragenden Eigenschaften spielt dabei eine außerordentlich wichtige Rolle.



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